Saigon ist lebendig, kontrastreich und Geschichte zum Anfassen.

Ho Chi Minh Stadt (Vietnam) - das geschichtsträchtige Saigon

Ho Chi Minh Stadt, das früher Saigon hieß, gehört zu den Highlights einer Asien-Kreuzfahrt. Kleinere Schiffe legen direkt in der City an, größere im Handelshafen Phu My.

Kleine Schiffe legen direkt im Stadtzentrum am Saigon River Dock an. Große Schiffe dagegen machen in Phu My, einem großen Handelshafen, fest. Dieser befindet sich rund zweieinhalb Busstunden von Ho Chi Minh Stadt entfernt. Die meisten Reedereien bieten einen Shuttle an. Dieser hat oft das Rex Hotel zum Ziel, das sich direkt in der Innenstadt befindet und auf dessen Terasse sich früher während des Krieges die ausländischen Journalisten trafen.


Rex-Hotel und typisches Straßenbild in Saigon

Wir empfehlen, den Shuttle der Reederei zu nutzen. Außerhalb des Hafengeländes befinden sich aber auch Taxen, die Sie schon vom Schiff aus sehen können. Sie erreichen diese zu Fuß in rund zehn Minuten. Die Taxen sind aber meist genauso teuer wie die Bus-Shuttles. Wenn Sie mit dem Bus der Reederei fahren, wird das Schiff im Zweifel auch auf Sie warten.


Busse warten auf Kreuzfahrer in Phu My

Die Taxen sind sehr günstig und alle mit Taxameter ausgestattet. Die Fahrer verstehen etwas Englisch, sodass Sie diese problemlos nutzen können. US-Dollar wird akzeptiert.

Attraktionen in Ho Chi Minh Stadt:

Im Kriegsopfermuseum gibt es eine Sammlung von Panzern, Flugzeugen und anderen Waffen, die von der US-Armee erbeutet wurden. Eine Fotogalerie zeigt Kriegshandlungen, den Einsatz von Napalm sowie der Entlaubungsmittel Agent Orange und Agent Blue, die über Vietnam versprüht wurden.

Die zwischen 1877 und 1883 aus Backstein errichtete neoromanische Kathedrale Notre-Dame ist eines der bedeutendsten Kolonialgebäude der Stadt und das Zentrum der katholischen Kirche in Südvietnam. Notre-Dame befindet sich am Nordende von Dong Khoi.


Notre-Dame

Nordwestlich der Kathedrale ist der Wiedervereinigungspalast, den Sie in drei bis vier Minuten gut zu Fuß erreichen. Mit dem Abzug der Franzosen 1954 machte Ngo Dinh das extravagante Gebäude zu seinem Präsidentenpalast. Doch nachdem das Gebäude im Februar 1962 bei einem versuchten Attentat durch zwei abtrünnige südvietnamesische Piloten schwere Schäden erlitten hatte, wurde es schließlich abgerissen. Das heutige Gebäude hieß nach seiner Fertigstellung im Jahre 1966 zunächst Unabhängigkeitspalast, nur um nach der Eroberung des Südens 1975 in Wiedervereinigungshalle umbenannt zu werden. Die Innenausstattung stammt aus den 60er und 70er Jahren. Dort können Sie sehen, wie der Präsident lebte und arbeitete – sowohl in seinen repräsentativen Räumlichkeiten als auch im Bunker.


Der Wiedervereinigungspalast von außen und die Privaträume des Präsidenten

Der 1914 errichtete und 1986 renovierte Ben-Thanh-Markt ist eines der Wahrzeichen des alten Saigon. Er ist heute eine große Markthalle für Bekleidung, Lebensmittel, Elektronik und Souvenirs. Angeboten werden ebenfalls allerlei frische Handelswaren wie Gemüse, Obst, Fische und Blumen.

Wissen sollten Sie, dass in Saigon zwischen 12 und 13.30 Uhr Mittagspause ist. Die Geschäfte und Attraktionen haben dann geschlossen. In den Malls finden Sie – anders als in vielen anderen asiatischen Städten – keine Foodcourts mit Restaurants. Schauen Sie lieber, wo andere Touristen mit ihren Guides essen.

Tipp: Wlan-Netzwerke sind meistens verschlüsselt. Das Passwort für das Wlan im Grand Hotel Sagon lautet: grand1930.

05.01.2015
Autor: Daniel Okrat Fotos: Daniel Okrat