Wird wohl nicht versteigert: die "Deutschland"

Insolvenzverwalter: 30 Interessenten für MS Deutschland

Das frühere ZDF-Traumschiff wird wohl nicht versteigert werden. Laut Insolvenzverwalter gibt es zahlreiche Kaufinteressenten für die "Deutschland". Die Gläubiger der Reederei Peter Deilmann gehen wohl leer aus.

Mit rund 30 Kaufinteressenten weltweit ist über den Verkauf der MS Deutschland, des früheren ZDF-Traumschiffs, verhandelt worden. Das teilt Reinhold Schmid-Sperber, der Insolvenverwalter der Reederei Peter Deilmann sowie der MS "Deutschland" Beteiligungs GmbH, mit. Derzeit liefen weitere Gespräche mit potenziellen Investoren, die das Schiff zum Teil bereits besichtigt hätten. In den kommenden Tagen werde Schmid-Sperber einen Massekredit aufnehmen, um die laufenden Kosten für die kommenden Monate decken zu können. Derzeit sei nicht geplant, das Kreuzfahrtschiff zu versteigern.

In Gläubigerversammlungen berichtete Schmid-Sperber ferner, dass sich die Höhe der Insolvenzquote für Forderungen von Gläubigern der MS "Deutschland" Beteiligungsgesellschaft aktuell noch nicht seriös einschätzen lasse. "Dass der Verkaufspreis für das Schiff als größter vorhandener Wert genügen wird, um sämtliche Forderungen der Gläubiger vollständig zu befriedigen, ist sehr unwahrscheinlich." Wenig Hoffnung machte Schmid-Sperber den Gläubigern der Reederei Peter Deilmann: Ihre Forderungen in einer Höhe von insgesamt rund zwei Millionen Euro werden voraussichtlich nicht bedient werden können.

20.02.2015
Autor: Oliver Heider Foto: Reederei Peter Deilmann